Gerichtsverfahren vor dem ArbeitsgerichtRechtsanwalt Cornell Witte in Magdeburg

Gerichtsverfahren sind für die meisten Menschen nicht „tägliches Geschäft“. Schriftsätze, Beschlüsse, Streitwerte, Anwält*innen, Richter*innen und Zeugen sind genauso ungewohnt, wie die „Sprache der Juristen“. Daher soll im Folgenden kurz dargestellt werden, wie ein solches Verfahren abläuft:

Bild Arbeitsrecht

Ablauf vor dem Arbeitsgericht

Im Grundsatz vollzieht sich ein solches Verfahren in der ersten Instanz vor einem Arbeitsgericht in insgesamt 7 Schritten:


1. Klageschrift (Erhebung der Klage)
2. Gütetermin
3. Klageerwiderung
4. Antwort darauf durch die Klägerseite (Replik)
5. Antwort darauf durch die Beklagtenseite (Duplik)
6. Hauptverhandlung
7. Urteil

Dauer eines Verfahrens

Zwischen der Klageschrift und einem Urteil können, je nach Gericht und Umfang der Angelegenheit, durchaus 9 bis 15 Monate liegen. Kurz gesagt, es kann dauern!

Anders als vor den „normalen“ Zivilgerichten erledigen sich viele arbeitsgerichtliche Verfahren aber bereits im Gütetermin. Dies liegt zumeist daran, dass beide Seiten eigentlich kein Interesse mehr haben, das Arbeitsverhältnis fortzuführen und daher eher bereit sind, einen Vergleich zu schließen.

Ein solcher Gütetermin findet oftmals bereits wenige Wochen nach Einreichung der Kündigungsschutzklage statt.

Erledigt sich der Arbeitsrechtsstreit jedoch nicht, läuft das arbeitsgerichtliche Verfahren weitestgehend genauso ab, wie vor Amts- oder Landgerichten.

Strittiges Verfahren

In den Schriftsätzen erklären beide Seiten ihre Tatsachenwahrnehmungen und ihre Rechtsauffassungen. Zudem werden sog. Beweismittel angeboten. Dies sind Zeugenaussagen, Gutachten und vor allem Schriftwechsel zwischen den Parteien vor der Klage.

Die Hauptverhandlung in arbeitsrechtlichen Verfahren ist vom Gütetermin zeitlich getrennt. Dennoch können sich die Parteien auch hier noch gütlich einigen. Sofern es zu keiner Einigung kommt, fällt dann das Gericht ein Urteil.

Ist man mit dem Urteil nicht einverstanden, sind danach oftmals noch die Berufung, oder die Revision möglich. Diese Verfahren dauern dann zumeist mindestens noch einmal genau so lange, wie das Verfahren der ersten Instanz.

Achtung: Anders als in anderen Zivilgerichtsverfahren zahlen die Parteien eines Arbeitsrechtstreites der ersten Instanz ihre Anwaltskosten immer selbst, unabhängig vom Gewinnen oder Verlieren. Es empfiehlt sich daher durchaus, eine entsprechende Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

Für Fragen stehe ich Ihnen gern als Anwalt in Magdeburg zur Verfügung.

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